Programme


„Harfe und Psalter wacht auf!“

Musik des Mittelalters, der Renaissance und des Barocks 

Zu hören sein werden u.a. Pilgerlieder von Alfonso el Sabio aus dem 13.Jh, „ La Spagna“ - Variationen von Diego Ortiz, Heinrich Isaak, virtuose Musik des Frühbarocks aus Italien sowie Musik der Fürstenhöfe des 18.Jahrhunderts , u.a. das Harfenkonzert in F-Dur von Georg Christoph Wagenseil sowie eine originale „Sonata per Salterio“ von Melchior Chiesa.

  1. II.„Mit Harfe und Psalter

Musik des 12.-21.Jahrhunderts

Mit den Pilgern unterwegs nach Santiago de Compostela

Cantigas de Santa Maria von Alfonso el Sabio

„Daemliches & Herrliches“ „Ladies“ und „Lords“ und andere Wesen wie Hexen, Feen und Furien, dargestellt in englischen Maskentänzen aus dem 16. Jhdt

Fantasien, Follien & Fandangos von Luis Milan (16.Jhdt.), Bartholomeo de Selma y Salaverde (17.Jhdt), Santiago de Murcia (18.Jhdt.)

Modernes, Mediterranes & Improvisiertes

von Bernard Andres, Herbert Baumann (20.Jhdt.) & Knut Müller (21.Jhdt.)



III.„Los Impossibles“

Virtuose Musik des 17. und 18. Jahrhunderts aus Spanien und Italien 

Elisabeth Seitz -Salterio Johanna Seitz -Barockharfe

Sprudelnde Canzonen, virtuose Sonatas und Toccaten, mitreißende Tanzvariationen von Bartholomeo de Selma y Salaverde, Dario Castello, Andrea Falconiero, F. Diego de Huete u.a. Titelgebend für das Programm ist ein Tanz von Santiago de Murcia, „Los Impossibles“.

IV.„…sempre un po di folia…“

Renaissance – und Barockmusik aus England, Spanien und Italien

„Follia“ bedeutet verrückt, kopflos, wohl „weil der Tanz so laut und wild war, dass die Tänzer scheinbar ihren Verstand verloren haben“, wie bei Covarrubias Horozco 1611 zu lesen ist. Der ursprünglich aus Spanien oder Südamerika stammende Tanz fand in der Barockzeit in ganz Europa Verbreitung, sowohl als gesungenes Tanzlied als auch als Basis für virtuose instrumentale Variationen. Er zieht sich als roter Faden durchs Programm und durch die Länder.

V. Das Goldene Zeitalter in den Niederlanden

Im Goldenen Zeitalter in den Niederlanden spielte die Hausmusik eine wichtige Rolle. Wohlhabende Bürger schlossen sich zu sogenannten Collegia musicae zusammen, öffentliche Konzerte fanden meist in Privathäusern begüterter Kaufleute statt, bei denen Gastgeber und Gäste gemeinsam musizierten. Ein großer Teil dieses Repertoires bestand aus Bearbeitungen von Volksliedern und Tanzstücken für alle möglichen Besetzungen. Unser Programm rankt sich um die „Schlager“ der damaligen Zeit - wie z.B. „Lacrimae Pavane“ und „Amarilli mia bella“ - die größtenteils dem „T ´Uitnemend Kabinet“ (Amsterdam, 1649) entnommen sind und die in verschiedensten Fassungen in ganz Europa populär waren




Konzertprogramme in größeren Besetzungen


1.) G. Kapsperger: I Pastori di Bettelemme (1630)


Die kürzlich eingespielte Aufnahme wurde am 25.12. in WDR 3 gesendet

Die aktuelle Cd erscheint im September 2010 bei ACCENT.


Giovanni Girolamo Kapspergers “I Pastori di Bettelemme” gehört zu den wichtigen Werken, die die Tradition des römischen Weihnachtsoratoriums begründen. Kapsperger, heute vor allem als Komponist für Lautenmusik bekannt, war Liebling des Vatikans, wusste er doch genau den Geschmack des Papstes zu treffen. Sein Hirtenspiel wurde im apostolischen Palast aufgeführt. Textdichter ist der spätere Papst Clemens IX, Giulio Rospigliosi, der wichtigste römische Librettist seiner Zeit.

Das kurzweilige Hirtenspiel wurde wahrscheinlich von Knaben gesungen, es ist trotz des übersichtlichen Partiturbildes reich mit Instrumenten illustriert. Eine besondere Couleur bringt die vom Komponisten in der Hirtenszene vorgesehene Sordellina, eine frühbarocke „Salonsackpfeife“. Im Zuge unserer Recherchen sind wir auf Giovanni Lorenzo Baldano gestoßen. Baldanos Werküberliefert traditionelle Musik für das Sordellina. Wir binden einige dieser Stücke in das Werk ein, um die pastorale Atmosphäre zu unterstreichen.


“I pastori di Bettelemme” ist ein rezitativischer Dialog der Hirten, die die Zeit dafür gekommen halten, auf den Messias hoffen zu können. Ein Engel erscheint und verkündet Ihnen die frohe Botschaft, die Geburt Christi. In der zweiten Szene preisen die Engel das Kind an der Krippe. Abgerundet wird das Programm mit drei weiteren Weihnachtsmotetten und einigen Instrumentalwerken Kapspergers.


6 Sänger, 2 Violinen, Lirone, Violone, Sordellina, Salterio, Gitarre, Harfe, Laute (7 Musiker)



2.) "The Wonders of the World"- An English Masque


Unvorstellbar war der Aufwand, der am englischen Hof für die Inszenierung einer Masque betrieben wurde:

ein abendfüllendes Gesamtkunstwerk aus Musik, Dichtung, Tanz mit atemberaubenden Effekten und

spektakulären Bühnenbildern. Ben Johnson, Shakespeares Kollege und Zeitgenosse, hate gemeinsam mit

dem berühmten Architekten Inigo Jones über 30 Masques für den Hof und andere Adelshäuser inszeniert.

Anhand der spärlichen Quellen hat das Ensemble eine eigene Masque mit Musik von Dowland, Locke,

Maynard u.a. als Konzert zusammengestellt. So entsteht von der Prachtentfaltung dieser adligen Lustbarkeiten

zur Shakespearezeit im Kopf eine Ahnung und im Herzen eine Sehnsucht.


Sopran

1 Schauspieler

9 Musiker: Zink, Violine, Salterio, Schalmei/Flöte, Harfe, Laute, Gambe, Posaune, Percussion

auf Wunsch mit Tänzern


Rundfunkpräsentation der CD:

http://michaelduecker.kilu.de/MDR-FIGARO.mp3



3.)"Mit Harfen und Psalter, Pauken und Trompeten"


Um den Psalm aus der Bibel: "Mit Harfe und Psalter, mit Pauken und Trompeten lobet den Herrn"

rankt sich dieses festliche und schwungvolle Programm.

Bekannte und "unerhörte" Vertonungen von C. Monteverdi, G. Kapsperger, J. Krieger, H. Schütz und

G. Ph. Telemann werden zu hören sein neben Instrumentalmusik aus dem Umfeld der Komponisten.


Sopran

9 Musiker: 2 Trompeten, Salterio, Violine, Harfe, Calcedon/Laute, Orgel, Gambe, Pauke




4.) "sempre un po di follia"

Musikalische Verrücktheiten und Wahnsinnstexte

(TV Mitschnitt, Libanon)

1 Schauspieler

6 Musiker : Hackbrett, Violine, Laute/Gitarre, Harfe, Gambe, Percussion


„Follia“ bedeutet verrückt, kopflos, wohl „weil der Tanz so laut und wild war, dass die Tänzer

scheinbar ihren Verstand verloren haben“, wie bei Covarrubias Horozco 1611 zu lesen ist.

Der ursprünglich aus Spanien oder Südamerika stammende Tanz fand in der Barockzeit in

ganz Europa Verbreitung, sowohl als gesungenes Tanzlied als auch als Basis für virtuose

instrumentale Variationen.

       In  England fanden an den Höfen spektakuläre „Masques“ statt, ein Gesamtkunstwerk aus

Tanz, Musik und Schauspiel. Wesentlicher Bestandteil dieser Masques waren die sogenannten

„Antimasques“, Tänze mit häufigem Tempowechsel und mehreren  kurzen Abschnitten,

dargeboten mit exotischer Instrumentierung und ausgefallenen Kostümen der Tänzer.

Dargestellt wurden Wesen wie Hexen, Furien, Feen oder auch Tiere, mit z.T. grotesken Bewegungen.

       Die „Tarantella“ aus dem Süden Italiens wurde getanzt bzw. gespielt oder gesungen, um die

von der Tarantel Gestochenen zu heilen. Das Gift  sollte durch wildes Tanzen aus dem Körper

getrieben werden. In Neapel werden Tarantellen heute noch in der Volksmusik gespielt.



5.)"Alla napoletana"

WDR LiveMitschnitt und Sendung 2009, WDR Funkhauskonzert


Neapolis – die ›neue Stadt‹ der alten Griechen im Süden der italienischen Halbinsel, am Fuße des Vesuvs:

ein Schmelztiegel der Kulturen. Die Virtuosen Neapels ließen sich im 17. Jahrhundert von der melancholischen

Eleganz des aus Madrid importierten Hofzeremoniells ebenso inspirieren wie vom glutvollen Temperament

der auf den Straßen aufspielenden Lautensänger. Der eingängige Ton der canzone villanesca alla napolitana,

einer aus der Volksmusik stammenden Liedform, zieht sich als roter Faden durch das facettenreiche Programm.


Sopran

6 Musiker: Salterio, Violine, Laute/Gitarre, Harfe, Gambe, Percussion



6.) Weihnachtskonzert: "Von Engeln und Hirten"

Sopran, Harfe, Salterio


Ein besinnliches Weihnachtskonzert mit Musik von barocken und zeitgenössischen Meistern sowie

traditionellen Weihnachtsliedern aus Spanien und Südamerika. Ergänzt durch Gedichte und manch 

Wissenswertes über die Weihnachtsbäckerei, dazu gereicht werden vertonte Gewürze wie Pistazie 

und Zimt sowie köstliche Spekulatius!